Skinny Fat – gleichzeitig zu dünn und zu fett?

Skinny Fat

Scheinbar schlank, aber trotzdem dick und schwabbelig. Du fühlst dich zu dick, obwohl du eigentlich eine relativ schlanke Figur hast? Du fragst dich, was du tun kannst, um diese lästigen Speckröllchen loszuwerden und einfach definierter und besser auszusehen?

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Problem des Skinny Fat Sein. Wer alles von diesem Problem betroffen ist, wie man es am besten angeht und wie man einen definierteren und muskulöseren Körper mit solch einer Ausgangsbasis aufbaut, erfährst du hier.

Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet Skinny Fat sein?

Ein Großteil der Leute, die im Fitnessstudio anzutreffen sind, leiden unter dem Problem skinny fat zu sein und viele von ihnen fragen sich warum. Betroffene Personen fühlen sich einerseits sehr dünn, aber andererseits auch fett. Das sind die Leute, die in Klamotten schlank aussehen und nach Aussage des BMI-Rechners Normalgewicht besitzen. Der BMI-Rechner berücksichtigt jedoch lediglich die Körpergröße und das Gewicht, jedoch nicht das Verhältnis von Muskelmasse zu Körperfett. Personen, die skinny fat sind weisen einen relativ hohen Körperfettanteil bei gleichzeitig wenig Muskulatur auf.

Wer ist betroffen?

Personal Trainer Simon Teichmann von BodyIP betreute etliche Personen, die von dem Problem skinny fat betroffen waren. Er ist klar der Meinung, dass das skinny fat Sein in den meisten Fällen auf eigene falsche Verhaltensmuster zurückzuführen ist.

„Ich sehe es jeden Tag im Fitnessstudio. Leute, die skinny fat sind, sieht man meistens mit Radlerhosen auf den Cardio-Geräten, fahren draußen viel Fahrrad und machen generell sehr viel Cardiotraining. Im Gym machen sie zusätzlich bei diversen Kursen mit und powern sich aus. Dann kommen sie nassgeschwitzt zurück und gönnen sich ein alkoholfreies Weizenbier“, so berichtet schmunzelnd der düsseldorfer Personal Trainer.

Simon kritisiert die Punkte an sich im Einzelnen nicht. Cardio Training ist in seinen Augen sehr wichtig und hat viele Vorteile. Aber im Großen und Ganzen kreieren diese Personen mit solchen Gewohnheiten den Körper des skinny fat, so seine Ansicht.

Erstmal Muskeln aufbauen oder erst Körperfett verlieren?

„Wenn ihr skinny fat seid, sollt ihr nicht krampfhaft versuchen, euer Körperfett zu reduzieren. Das Hauptproblem ist zu wenig Muskulatur. Ihr seid nicht fett, ihr seid nur zu unmuskulös!“, so der Personal Trainer Simon Teichmann.

Simon empfiehlt, sich nicht an BMI-Rechnern zu halten, sondern Krafttraining zu machen und Muskeln aufzubauen. Warum es viel effektiver ist, erstmal Muskulatur aufzubauen, zeigt folgendes Beispiel:

BODY IP Training Muskel Fett Körperveränderung

Nehmen wir an, dass ein 1,85m großer, unmuskulöser 70 Kilo schwerer Mann einen Körperfettanteil von 18% besitzt, dann sind das in seinem Fall 12,5kg Fett am Körper.

Was passiert, wenn 12,5kg Fett trotz Gewichtszunahme (Muskelaufbau) gleich bleiben? Angenommen, diese Person nimmt innerhalb von 3 Jahren durch intensives Krafttraining und eine eiweißreiche Ernährung 20kg an Muskeln zu, dann wird sie am Ende ein viel definierteres und natürlich muskulöseres Erscheinungsbild haben. Da der Körperfettanteil nun von 18% auf 13% gesunken ist, werden keine Speckröllchen mehr zu sehen sein und nichts wird schwabbeln, trotz gleicher Menge (in Kilogramm) an Fett!

BODY IP Training und skinny fat

Fehler, die zu Skinny Fat führen

Zu viel Cardio

Zu viel Cardiotraining hilft zwar dem Fettabbau, fördert aber auch den Muskelabbau. Bei viel Ausdauertraining gewöhnt sich der Körper an diese ausdauernde, wenig intensive Belastung und wird nicht benötigte Muskulatur abbauen.

Je weniger Muskulatur vorhanden ist, desto geringer ist auch der Grundumsatz. Deshalb passiert es auch, dass Personen, die eine Zeit lang viel Cardio gemacht und dadurch Muskeln verloren haben, schnell zunehmen, wenn sie beginnen wieder mehr zu essen.

Falsche Ernährung

Oftmals wird vergessen, auf eine ausreichende Proteinzufuhr zu achten. Der Eiweißanteil in der Ernährung sollte hochgehalten werden, damit Muskulatur aufgebaut oder zumindest erhalten werden kann.

Personen, die vom Skinny Fat Problem betroffen sind, meinen zwar, sich gesund zu ernähren, indem sie viel Obst, Salat und Gemüse essen. Diese Lebensmittel sind auch sehr gut und reich an Mikronährstoffen, liefern jedoch einen zu geringen Proteinanteil. Achte also auf eine Eiweißzufuhr von mindestens 1,5g – 2g pro Kilogramm Körpergewicht!

Zu wenig Muskelmasse

Das Fett am Körper ist weniger der Grund dafür, dass sich alles schwabellig und speckig anfühlt. Es ist die zu geringe Muskelmasse, die dieses Erscheinungsbild verursacht. Steigt der Anteil an Muskelmasse so sinkt natürlich der Anteil an Körperfett. Somit wird durch mehr Muskulatur trotz gleicher Fettmasse ein definierteres Aussehen erreicht. Durch mehr Muskulatur wird die Haut gestrafft und wirkt nicht mehr so schwabbelig.

Tipps von Personal Trainer Simon Teichmann

Viel Eiweiß

Iss mindestens 1,5g – 2g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, um Muskeln aufbauen zu können und sie vor dem Abbau zu schützen.



Mehr essen

Um Muskeln aufzubauen, brauchst du einen Kalorienüberschuss. Du musst auf der Waage zunehmen. Die Fettfalten können ruhig gleich bleiben. Solange das Gewicht auf der Waage hochgeht und die Speckröllchen nicht dicker werden, bist du auf dem richtigen Weg, Muskeln aufzubauen und somit definierter zu werden.

Kein langes und ausdauerndes Cardiotraining

Natürlich ist Cardiotraining gesund und gut fürs Herz-Kreislauf-System, aber es hat sehr wenig nutzen für den Muskelaufbau. Wenn du auf Ausdauertraining nicht verzichten kannst, dann achte darauf, es maximal 2 bis 3 mal in der Woche durchzuführen und nicht zu lange zu halten, aber dafür intensiver (beispielsweise High Intensity Intervall Training).

Intensives Krafttraining und Gewicht steigern

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für den Muskelaufbau ist die Progression im Krafttraining. Werde stärker und steigere dich mit dem Trainingsgewicht. Fokussiere dich dabei auf schwere Grundübungen, bei denen viel Muskelmasse auf einmal angesprochen wird und halte die Intensität hoch. Arbeite außerdem in einem niedrigen Wiederholungsbereich (maximal 15 Wiederholungen), um perfekte Reize für den Muskelaufbau zu setzen.

Fazit

Du bist mit dem Problem skinny fat nicht alleine, aber du hast es dir durch ein falsches Essverhalten und falsche Gewohnheiten selbst erschaffen.

Um das Problem loszuwerden, sollte für dich nun der Fokus auf dem Muskelaufbau, weniger Cardiotraining und einer eiweißreichen Ernährung im Kalorienüberschuss liegen. Mehr Muskulatur wird dich definierter aussehen lassen und deinen Körperfettanteil senken.

Das ausführliche Video von Simon Teichmann zum Thema zum Thema Skinny Fat:



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